Iditarod 2022

Nach zwei Pause aufgrund Pandemie sollte das diesjährige Rennen um Nome weitgehend normal aussehen.

In Anchorage in Alaska startet die 50. Ausgabe des Iditarod. Es ist wohl das berühmteste Hundeschlittenrennen der Welt.

Nachdem die COVID-19-Pandemie zwei Jahre lang eine herausragende Rolle gespielt hat, wird das diesjährige Iditarod Trail Sled Dog Race weitgehend normal aussehen. Obwohl es viele Vorsichtsmaßnahmen für die öffentliche Gesundheit gibt, wird die Veranstaltung für die meisten Fans vertraute Konturen annehmen, wenn 49 Musher die Nordroute nach Nome überqueren. Obwohl der 50. Jahrestag des ersten Iditarod-Laufs im Jahr 1973 erst nächstes Jahr stattfinden wird, ist dies technisch gesehen der 50. Lauf des Rennens, daher sind einige besondere Gedenkfeiern geplant.

Der Vorstand des Iditarod hat Maßnahmen ergriffen, um die Ausbreitung des Virus in den Jahren 2020, 2021 und in diesem Jahr einzudämmen. Das Rennen erfordert, dass alle Teilnehmer – von Mushern über Tierärzte bis hin zu Freiwilligen – vollständig geimpft sind.

Letztes Jahr liefen die Musher zum ersten Mal in der Geschichte des Rennens nicht nach Nome, sondern führten eine Umleitung entlang eines Weges, der sich um das historische Iditarod-Bergbaugebiet schlängelte und bei Deshka Landing wieder auf dem Straßensystem endete.

Obwohl es einen leichten Widerstand gegen die Impfpflicht gegeben hat, sind die meisten Musher, die sich ursprünglich für das diesjährige Rennen angemeldet haben, immer noch auf der Strecke, um an Wettkämpfen teilzunehmen.

Ein wuschiges Zusammenkommen

Das Iditarod-Rennen will an Geschichte und  Abenteuergeist von einst erinnern. Es geht auf ein tragisches Ereignis zurück: 1925 wurde unter den Einwohnern des Orts Nome an der Beringstraße Diphtherie diagnostiziert. Es begann ein Wettlauf gegen die Zeit, um Medizin von Anchorage nach Nome zu schaffen.

In einem Staffellauf transportierten insgesamt zwanzig Musher mit über hundert Hunden das Serum ans Beringmeer. Der Norweger Gunnar Kaasen erreichte mit seinem Leithund Balto am 2. Februar 1925 die Front Street in Nome und rettete viele Leben.

Die offizielle Eröffnungsfeier findet in Anchorage statt. Beim so genannten Ceremonial Start starten die Hundegespanne von der 4th Avenue aus in Richtung Eagle River. Es ist ein Spektakel für Medien und Zuschauer, denn der Iditarod-Start fällt immer mit dem Fur Rendezvous, Anchorages großem zehntägigen Winterfestival, zusammen.

Die Weltstadt Alaskas

Anschließend werden die Hundeteams ins etwas entfernte Wasilla gebracht, wo tags darauf das eigentliche Rennen startet. Parallel lädt die Tour of Anchorage zu einem großen Skilanglaufrennen auf den Loipen rund um die Alaskanische Metropole ein. 

Anchorage ist zwar nicht die Hauptstadt (das ist Juneau), aber sie ist mit rund 291.000 Einwohnern die größte Stadt Alaskas und, wenn man so will, die einzige echte Metropole. Sie ist Sommer wie Winter Ausgangspunkt für zahlreiche kleine und große Abenteuer. Und gleich neben dem International Airport liegt der größte Wasserflughafen der Welt. Die Wildnis beginnt direkt hinter der Stadt.

Ein Sport für jeden

Beim Jubiläums-Iditarod gehen 50 Musher mit ihren Hundeschlittengespannen an den Start, auch Champions wie der aus der Schweiz stammende, viermalige Iditarod-Sieger Martin Buser. Mit am Start sind neben Veteranen auch Neulinge, dies diese außergewöhnliche Reise zum ersten Mal unternehmen wollen.

Schaut man auf die Namensliste, stößt man auch auf 19 Frauen. Die haben seit jeher die Geschichte des Iditarod mitgeschrieben. Unter ihnen auch die vierfache Siegerin Susan Butcher. Wie heißt es so schön: „Alaska ist ein Land, wo Männer Männer sind und Frauen den Iditarod gewinnen.“